800 beim Bildungsstreik im Tal

Der Bildungsstreik in Wuppertal war erfolgreich, obwohl sich nur wenige Studierende beteiligten, gingen am 09. Juni ca. 800 auf die Straße. Damit hat sich die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern am Bildungsstreik in Wuppertal fast verdoppelt. Wir hatten eine laute und kraftvolle Demo und konnten auf unsere Forderungen aufmerksam machen. WDR, Radio Wuppertal und die Westdeutsche Zeitung haben berichtet.
Wir laden weiterhin alle Interessierten ein Donnerstags ab 17 Uhr zu unseren Treffen im Haus der Jugend Elberfeld (Bergstraße 50) zu kommen. Falls ihr Probleme an euren Schulen bekommt, meldet euch bei uns oder kommt vorbei.

Wir machen weiter!


Berichte:
Westdeutsche Zeitung:
Schüler und Studenten protestieren lautstark für freie Bildung

Indymedia:
Bildungsstreik in Wuppertal

NRWeblog:
Bildungsstreik 2010 in Wuppertal

Basta!:
Video von Basta!

Radio Wuppertal:
Radiobericht

Bundesweiter Bildungsstreik:
Über 70.000 Menschen protestieren

StuPa ruft zur Bildungsstreik-Demo auf!

Das Präsidium des Studierendenparlaments der Bergischen Universität Wuppertal ruft zur Beteiligung an der Bildungsstreik-Demo am 09. Juni auf:

Auf zur Bildungsstreik-Demo am 09.06.!

Am Mittwoch, den 09.06.2010 findet ab 12 Uhr auf dem Wuppertaler Karlsplatz eine gemeinsame Demo von Schüler_innen, Lehrer_innen und Studierenden im Rahmen des Bildungsstreiks statt. Wir alle können uns wohl noch gut an die Streikbewegung des letzten Jahres erinnern und auch in diesem Frühjahr gab es bereits einige Aktivitäten. Auch das StuPa hat den Bildungsstreik begleitet und die konsequente Umsetzung der Ziele gefordert. Für eine bessere und sozial gerechtere Schul- und Hochschul-bildung gilt es weiter auf die Staße gehen! Das StuPa-Präsidium ruft alle Studierenden und Lehrende der Bergischen Uni auf, sich am Mittwoch der Demonstration anzuschließen, um ein deutliches Zeichen zu setzen.

Quelle: http://www.stupa.uni-wuppertal.de/?p=425

Bildungsstreik 2010 Mobivideo


Material bestellen!

Willst du den Bildungsstreik 2010 in Wuppertal unterstützen? Dann bestell jetzt kostenlos Flyer, Plakate und Aufkleber für deine Schule! Schick einfach eine Mail an info@schuelertal.de und sag was du brauchst oder komm zum nächsten Bildungsbündnis- Treffen am 3. Juni um 17 Uhr im Haus der Jugend Elberfeld.

09. Juni 2010 – Bundesweiter Bildungsstreik!

Im vergangenen Sommer demonstrierten in über 100 Städten 270.000 Schülerinnen, Schüler und Studierende gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Im Herbst wurden über 80 Bildungseinrichtungen besetzt. An einem dezentralen Aktionstag waren über 85.000 Menschen auf der Straße, auch in Wuppertal waren es 500. Doch das war erst der Anfang!

Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Wenn wir etwas gegen das Totsparen der Bildung, den Leistungsdruck oder die ständig steigenden Kosten für Schule und Uni erreichen wollen, müssen wir noch viel mehr und viel lauter werden. Auch eine neue Landesregierung braucht unseren Druck, damit sie ihre Wahlversprechen nicht ganz schnell wieder vergisst.

Unsere wichtigsten Forderungen sind:


Eine Schule für Alle! Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem!

Schluss mit der Selektion! Untersuchungen der UN haben gezeigt, dass das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland eines der ungerechtesten in der ganzen Welt ist. Kinder von Migranten und aus Arbeiterfamilien sind hier benachteiligt, während immer mehr auf die Förderung von Eliten gesetzt wird. Statt der Aufteilung nach der vierten Klasse, wollen wir eine Schule in der alle eine Chance haben, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Als ersten Schritt fordern wir eine sechste Gesamtschule für Wuppertal.

Kostenlose Bildung für Alle!

Ob Schule, Uni oder KiTa: Bildung ist unser Recht und darf nichts kosten! In Deutschland werden jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro für Nachhilfeunterricht ausgegeben. Bei den SchülerInnen die studieren wollen kommen später noch die Studiengebühren dazu. Wer sich das nicht leisten kann ist raus. Statt Milliarden für Kriege und Bankenrettungen zu verschleudern brauchen wir mehr Geld für eine gute und kostenfreie Bildung!

Gegen den Leistungsdruck! Weg mit Schulzeitverkürzung und Kopfnoten!

Durch Schulzeitverkürzungen wie das Turbo-Abi oder Druckmittel wie Kopfnoten steigt der Druck auf uns Schülerinnen und Schüler immer mehr. Es bleibt kaum noch Zeit sich ernsthaft mit den Lerninhalten zu beschäftigen, vieles fällt ganz weg, und wer sich beschwert, dem droht eine schlechte Kopfnote. LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern sind dagegen nur der Wirtschaft ist daran gelegen, die uns als billige und angepasste Arbeitnehmer haben will. Wir fordern eine vielseitige Schulbildung statt die Produktion von Arbeitssklaven!

Für echte Mitbestimmung in der Schule!

Wir brauchen endlich Demokratie an der Schule! In den Schulkonferenzen haben die SchülervertreterInnen kaum etwas mitzureden und können immer überstimmt werden. Wir haben keinen Bock auf Lehrpläne, die uns einfach vorgesetzt werden. Es gehört zu einer Demokratie dazu, Verantwortung zu übernehmen, für sich und für andere. Wo sollen wir das lernen, wenn nicht in der Schule? Wir fordern 50% für SchülerInnen in allen Schulgremien und Mitspracherecht über die Lehrpläne!

Nein zum Spardiktat!
Wuppertal ist pleite. Schuldenstand: 1,8 Milliarden Euro. Jetzt soll nach Willen des Oberbürgermeisters Peter Jung überall gespart werden. Auch wir SchülerInnen und Jugendliche sind betroffen. Jugendzentren, Schwimmbäder für den Schwimmunterricht und eine ganze Reihe Schulen sollen geschlossen werden. Immer weniger Jugendliche sehen eine Zukunftsperspektive in Wuppertal. Anstatt Wuppertal und anderen Städten zu helfen, senkt die Bundesregierung die Steuern für Besserverdienende und spart die Kommunen weiter tot. Wir fordern mehr Geld für eine gute Bildung und ein lebenswertes Wuppertal.

Streik? Dürfen wir das überhaupt?

Es ist ein Grundrecht zu demonstrieren, das steht über der Schulpflicht. Trotzdem kann es passieren, dass euch LehrerInnen Fehlstunden eintragen oder anders bestrafen wollen. Diskutiert mit ihnen und versucht auch ihnen zu erklären, worum es geht. Auch viele LehrerInnen sind mit unserem Bildungssystem unzufrieden. Am besten ist es ohnehin ihr kommt mit eurer ganzen Klasse oder Schule. Zusammen kann man sich schließlich besser wehren.

Kommt zum Bildungsstreik! – Werdet aktiv!

Nichts ändert sich von alleine und nur gemeinsam können wir etwas erreichen. Also beteiligt euch am bundesweiten Bildungsstreik am 09. Juni und helft mit, dass wir noch mehr werden. Die Vorbereitungstreffen zum Bildungsstreik finden immer donnerstags um 17 Uhr im Haus der Jugend Elberfeld (Bergstraße 50) statt. Kommt vorbei und bringt euch ein! Informiert eure MitschülerInnen und gründet Streikkomitees an euren Schulen!

Bundesweiter Bildungsstreik 09. Juni 2010
Streik: Ab 11 Uhr an deiner Schule
Demo: 12 Uhr Karlsplatz Wuppertal

15. März: Nein zum Spardiktat!

Am 17. November haben wir Wuppertaler Schülerinnen und Schüler gemeinsam für eine gute und kostenlose Bildung für uns alle demonstriert. An diesem Tag hat die Stadtverwaltung das so genannte Haushaltsicherungskonzept vorgestellt, ein Spardiktat für Wuppertal. Es soll geschlossen werden, was sich schließen lässt: Fünf Schwimmbäder, vier Schulen, Bibliotheken, das Schauspielhaus; für Sport, Kultur und Jugendarbeit sollen die Zuschüsse gekürzt werden. Klar, dass sich die Mehrheit der WupperalerInnen so was nicht gefallen lässt, deshalb haben sie ihre Pläne bis nach der Kommunalwahl geheim gehalten. Demokratie? Fehlanzeige.

Es geht um unsere Stadt und unsere Zukunft

Wenn wir dieses Spardiktat nicht verhindern, sinkt die Lebensqualität für uns weiter. Die Stadt wird todgespart und auch der Bildungsbereich ist betroffen. Alle Zuschüsse für Schulbibliotheken sollen wegfallen und es sollen noch weitere Schulen geschlossen werden. Das bedeutet längere Schulwege und vollere Klassen. Wenn Schwimmbäder geschlossen werden, wird es an vielen Schulen keinen Schwimmunterricht mehr geben können. Schon heute lernt fast die Hälfte der Kinder nicht mehr schwimmen. Folge: Jedes Jahr ertrinken fast 500 Menschen. Die Zukunft vieler Vereine, die das dürftige Angebot der Schulen bislang ergänzen, steht auf dem Spiel, weil die Zuschüsse im Sportbereich um 30 Prozent gekürzt werden sollen.
Wir wollen eine gute Bildung für alle und eine Stadt in der Kinder und Jugendliche ihren Platz und ausreichende Perspektiven haben. Deshalb: Wehrt euch gegen das Spardiktat!

Wer soll das bezahlen?

Der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung sagt, dass er keine andere Wahl hat, weil die Stadt kein Geld mehr hat. Es ist richtig, dass die Stadt pleite ist, aber das hat Gründe. Immer mehr Menschen in der BRD haben keine Arbeit oder können nicht von ihrer Arbeit leben. Einen großen Teil der Sozialausgaben, die deshalb aufgebracht werden, werden von Bund und Land auf die Kommunen abgewälzt. Gleichzeitig bricht grade in der Krise die wichtigste Einnahmequelle der Stadt, die Gewerbesteuer, weg.
Statt mit Steuergeldern Banken zu retten oder sie für den Krieg in Afghanistan zu verpulvern, muss Wuppertal und anderen armen Städten geholfen werden. Von genau diesen Ausgaben würde die Bevölkerung tatsächlich profitieren. Doch anstatt für einen Politikwechsel zu kämpfen, will Peter Jung den Notstand der Stadt auf die Bürger abwälzen.
Das Spardiktat kann die Finanznot der Stadt nicht lösen. Wuppertal hat mittlerweile 1,8 Milliarden Euro Schulden. Durch das Spardiktat sollen angeblich 80 Millionen Euro im Jahr eingespart werden. Mit diesem Geld lässt sich der Schuldenberg nicht abbauen, denn es wird von Zinszahlungen an die Banken verschlungen. Das Spardiktat hilft also niemandem, sondern sichert nur die Profitrate der Banken.

Nur gemeinsam sind wir stark!

Wir als Schülerinnen und Schüler müssen selbst für unsere Rechte kämpfen, dabei dürfen wir uns aber nicht gegen Betroffene in anderen Bereichen ausspielen lassen. Nur wenn SchwimmerInnen und SchauspielerInnen, SchülerInnen und Sportvereine gemeinsam kämpfen, können wir das Todsparen unserer Stadt verhindern. Am 15. März findet die erste Ratssitzung statt, auf der Teile des Spardiktats beschlossen werden sollen. An diesem Tag werden wir gemeinsam demonstrieren!

Kommt zum Aktionstag gegen das Spardiktat!
Montag, 15 März – 15 Uhr – Alter Markt

Demo in Essen: Wir zahlen nicht für Eure Krise!


Ihr zahlt nicht für unsere Bildung?
Wir zahlen nicht für eure Krise!

Am 20.03. wir eine Demo unter dem Motto „Wir zahlen nicht für Eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!“ in Essen stattfinden. Die Demo wird von vielen Gruppen getragen: Schülergruppen rufen genauso dazu auf, wie GewerkschafterInnen und Antifaschistische Initiativen. Angesichts der kapitalistischen Krise ist gemeinsamer Widerstand der verschiedenen gesellschaftlichen Bewegungen wichtiger denn je. Nicht nur Lohnabhängige, Erwerbslose, Auszubildende und RentnerInnen sind von der Krise betroffen, auch wir SchülerInnen und Studierende spüren die Folgen der Krise. Gerade weil wir zusammen angegriffen werden, müssen wir uns zusammen wehren und dürfen uns dabei nicht spalten lassen. Darum beteiligt euch am Bildungsstreikblock bei der Demonstration!

In der Krise steigt die Belastung für die sowieso schon knappen Haushalte der Kommunen, das zwingt sie an allen Ecken und Kanten zu sparen. So sollen in den nächsten Jahren in vielen Städten genau wie in Wuppertal Schulen geschlossen werden. Schon jetzt sitzen in jeder zehnten Klasse mehr als 30 SchülerInnen, viele andere bewegen sich an der Grenze dazu. Das verhindert effektives Lernen.
Wir fordern: Erhalt aller Schulen!
Mehr LehrerInnen: Klassengrößen von max. 20 SchülerInnen!

Bildung ist eine kostspielige Angelegenheit. Die Eigenbeiträge für Schulmaterial, Lehrbücher, Lektüren, Mittagessen und Klassenfahrten steigen immer weiter an und machen die Schule für viele Eltern zu einer finanziellen Herausforderung. Ein weiteres Mittel Bildungskosten zu Lasten der Lernenden einzusparen sind die vor einigen Jahren eingeführten Studiengebühren. Bildung und Uni nur noch für Reiche? Nicht mit Uns! Bildung ist ein Menschenrecht und darf nicht vom Wohlstand der Eltern abhängig gemacht werden. BaföG und Studienkredite sind keine Lösung, sondern verschieben die Kosten nur auf die Zeit nach dem Studium.
Kostenlose Bildung für Alle!
Studiengebühren abschaffen!

Über 1 Mio. Jugendliche bekommen Hartz IV, hunderttausende haben keinen Ausbildungsplatz und jedes Jahr kommen neue hinzu. Durch die Wirtschaftskrise wird die Konkurrenz um Ausbildungsplätze sich weiter verschärfen. Diejenigen, die einen Ausbildungsplatz haben, bangen um ihre Zukunft. Zwei Drittel aller Auszubildenden wissen noch nicht, ob sie übernommen werden. Wer nichts kriegt, wird anschließend vom Job-Center gezwungen Niedriglohn-Jobs, Zeit- oder Leiharbeit anzunehmen. Sie sind bei Entlassungen dann die ersten, die ihren Job verlieren.
Ausbildungsplätze für alle!
Übernahme aller Auszubildenden im erlernten Beruf!


Wir zahlen nicht für eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!

Wir fahren nach Essen und demonstrieren mit SchülerInnen aus ganz NRW gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf uns Jugendliche! Komm mit!

Treffpunkt: Samstag, 30.03., 11 Uhr, Wuppertal Hauptbahnhof, Gleis 4

Das ist erst der Anfang: 2000 demonstrieren vor dem Schauspielhaus

Die Wuppertaler Bühnen und das Bündnis Wuppertal wehrt sich hatten zu einem 24-stündigen Dauerprotest im und am Schauspielhaus eingeladen. Der Protest richtete sich nicht nur gegen die drohende Schließung der Spielstätte, sondern auch gegen Kürzungen im sozialen Bereich. Zur Hauptkundgebung am 30. Januar kamen laut Westdeutscher Zeitung 2000 Menschen und zeigten ihre Ablehnung der Sparpolitik der Stadtspitze. In vielen Reden wurde vor allem die Bundes- und Landespolitik kritisiert, die für das Ausbluten der Städte verantwortlich ist.
Die Schauspieler blieben in ihrem Widerstand nicht alleine. Schülerinnen und Schüler kamen genauso wie die Initiative Pro Mirke, die das Elberfelder Freibad retten will. Der Platz füllte sich mit Wuppertalerinnen und Wuppertalern aus fast allen vom Spardiktat betroffenen Bereichen. Nur einer ließ sich nicht blicken: Der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung. Satt gemeinsam mit den Bürgern gegen den Notstand der Stadt zu kämpfen, hatte er städtischen Beschäftigten verboten an einer Kundgebung am Vortag teilzunehmen.

Rap gegen das Totsparen: „Warum gibt es keinen, der den Bürgermeister rauswirft?“

Der Wuppertaler Rapper meelmann hat den Track „Wuppertal stirbt“ veröffentlicht. Im Text wird beschrieben, wie die Lebensqualität im Tal immer weiter sinkt. Es bleibt zu hoffen, dass wir das Spardiktat mit seinen dort beschriebenen Folgen abwenden können.


Songtext:

Ich schlender durch das Tal, früher fühlte ich mich heimisch
nun seh ich Ruinen, und wünsch mir, dass es nicht einbricht
Unsre Stadt verwelkt, wie im Winter eine Rose
und was unsre Politik anfasst geht sicher in die Hose

Ihr wollt den Tourismus fördern, wofür mir der Sinn fehlt
wer besucht das Tal schon, wenn sein Wahrzeichen still steht
ihr beschwert euch über unsere schlimme Jugend
doch anstatt sie zu belehren, schließt ihr nach und nach die Schulen

In Wuppertal, (Wuppertal), hält es heut noch kaum wer aus
ihr schließt unsre Schwimmbäder, und anschließend das Schauspielhaus
an Wuppertal (Wuppertal) sieht man wie ne Stadt ausstirbt
Warum gibt es keinen, der den Bürgermeister rauswirft?

Dir scheint in deinem Rathaus die Sonne aus dem Arsch raus
und ich frag mich nur – wieso wirft keiner diesen Arsch raus?
du denkst, du tust Gutes, doch du agierst so kopflos
wenn wir alle wegziehen, dann bist auch du deinen Job los

Peter, bitte sag mir, was bringt uns ein neues Stadtportal
wenn hinter der Fassade nur ein Riesenberg aus Abfall lagert?
Wuppertal, weißt du noch, als alle in dir Froh waren?
nun liegst du im Tiefschlaf, auf mich wirkt es wie ein Koma

Wuppertal, verzeih mir, aber ich kann nicht mehr lange bleiben
ich hatte ne schöne Zeit, und das hier ist mein Dankesschreiben
Mein wunderschönes Wuppertal, bald bist du für immer stumm
aber du lebst weiter, in meiner Erinnerung

Zum Inhalt:

meelman wurde 1983 in Wuppertal geboren, wuchs dort auf und lebt auch heute noch da. Als Lokalpatriot fällt es ihm schwer, mitanzusehen, wie das einst prunkvolle Tal der Wupper nach und nach in sich zusammenfällt. Dieser Song soll keine Antiwerbung für diese Stadt, sondern ein Weckruf an die Menschen, die hier die Fäden in der Hand halten, sein. meelman möchte, dass Wuppertal seinen schlechten Ruf verliert und dass die Einwohnerzahlen irgendwann auch wieder steigen. WUPPERTAL MUSS WEITERLEBEN!!!

Termine gegen das Spardiktat

Das Bildungsbündnis Wuppertal ist ein Zusammenschluss von Schülerinnen und Schülern die nicht mehr bereit sind das ungerechte und undemokratische Bildungssystem in Deutschland hinzunehmen. Wir wollen uns für unsere Interessen stark machen. Wir wollen eine gute Bildung, die uns allen Zukunftschancen schafft statt sie zu verbauen.
Wir werden uns weiterhin für die Forderungen des Bildungsstreiks auf Bundes- und Landesebene einsetzen. Wir werden aber auch nicht zulassen, dass hier in Wuppertal der Jugend die Zukunft genommen wird. Wir lehnen das Spardiktat von Oberbürgermeister Peter Jung und Kämmerer Johannes Slawig ab.
Wenn Schulen geschlossen werden sollen, die Förderung für Schulbibliotheken wegfallen soll, Schwimmunterricht unmöglich wird, weil Bäder geschlossen werden, werden wir uns wehren. Wenn unsere Jugendzentren und unsere Sportvereine nicht überleben können, lassen wir uns das nicht gefallen. Dabei lassen wir uns nicht gegen andere ausspielen, sondern sind solidarisch mit allen, die von den Sparmaßnahmen betroffen sind. Wir lassen uns nicht spalten, denn nur gemeinsam können wir uns gegen das Spardiktat wehren.
Wir rufen alle Wuppertaler Schülerinnen und Schüler auf sich gegen die Kürzungspolitik der Stadtspitze zu wehren.

30. Januar 2010 – 16 Uhr – vor dem Schauspielhaus
Kundgebung gegen das Todsparen der Kultur und das Ausbluten der Städte

26.Februar 2010- 17 Uhr – Rathaus Barmen
Offene Versammlung gegen das Spardiktat

15. März 2010- 15 Uhr – Alter Markt
Nein zum Spardiktat!
An diesem Tag soll die erste Ratssitzung stattfinden, bei der über das Spardiktat beraten wird. Wir werden unseren Widerstand deutlich machen. Kommt mit uns!

20. März 2010 – Essen
Demo: Wir zahlen nicht für eure Krise!